AdBlocker-Rate in Deutschland steigt nur gering

AdBlocker-Rate in Deutschland steigt nur gering

Im vierten Quartal 2018 nahm die Nutzung von AdBlocker nur leicht zu. Laut dem Online-Vermarkter-Kreis im BVDW stieg die AdBlocker-Rate lediglich um 0,24 Prozent. Demnach kann man davon ausgehen, dass die Neuinstallationen von AdBlockern in Deutschland stagniert. Dennoch ist die Zahl der geblockten Werbung sehr hoch.

Kein signifikanter Anstieg der AdBlocker-Rate

Für jedes Quartal veröffentlicht der Online-Vermarkter-Kreis im Bundesverband Digitale Wirtschaft (OVK im BVDW) seine Berechnungen zur AdBlocker-Rate in Deutschland. Demnach war die AdBlocker-Rate lediglich auf 23,95 Prozent um 0,24 Prozent im Vergleich zum Quartal davor gestiegen. Im ersten Quartal lag die Rate bei 23,40 Prozent, im zweiten bei 24,45 Prozent und im dritten bei 23,71 Prozent.

Wie kommt die Rate zustande?

Die AdBlocker-Rate beruht im Gegensatz zu anderen Erhebungen des OVK nicht auf Umfragen, sondern wird mittels der OVK-Mitgliedshäuser ermittelt. Die Mitgliedshäuser senden seit dem vierten Quartal 2017 regelmäßig den Anteil der geblockten Online-Werbung an den BVDW. Für die neueste Berechnung wurde das Verfahren verbessert.

Nunmehr liefern die Werbetreibenden das Volumen der Page Impressions im Zusammenhang mit der tatsächlich geblockten Werbung. Bei den vorigen Erhebungen wurde lediglich die AdBlocker-Rate gemessen, nicht allerdings das Gesamtvolumen. Außerdem messen die Werbetreibenden über einen wesentlich längeren Zeitraum, wodurch die Genauigkeit erhöht werden soll. Bislang fehlt es allerdings an Erhebungen hinsichtlich mobiler Geräte. Auch beim Desktop ist die Messung nicht lückenlos.

AdBlocker-Rate – beruhigende Entwicklung?

Werbetreibenden ist der AdBlocker schon lange ein Dorn im Auge. Die Werbung kann vom Besucher als störend empfunden werden und mitunter die Performance beeinträchtigen. Da dürfen sich die Webseitenbetreiber freuen, dass die AdBlocker-Rate nur sehr gering gestiegen ist. Und hinter dem Höchstwert vom letzten Jahr liegt.

Letztlich werden viele der Inhalte im Internet gratis konsumiert und die Webseitenbetreiber finanzieren sich durch die Werbung. Sie suchen daher beständig nach neuen Lösungen, die AdBlocker zu umgehen.

Dennoch sagt der stellvertretende OVK-Vorsitzende Dirk Maurer, dass “Werbung für Nutzer einen Mehrwert darstellen muss, keinen Störfaktor.” Maurer verwies im vergangenen Jahr mehrmals darauf, dass Werbetreibende weniger “bad ads” schalten sollten. Das könnte auch bei der hohen AdBlocker-Rate helfen.

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