Zuckerberg will Verwaltungsratsvorsitz nicht abgeben

Zuckerberg will Verwaltungsratsvorsitz trotz Kritik nicht abgeben

Mark Zuckerberg im Verwaltungsratvorsitz zu belassen, scheint vielen Menschen ein Dorn im Auge zu sein. Kritiker des Self-Made-Milliarders bemängeln bereits seit langem, dass Zuckerberg seine Macht durch seinen Doppelposten missbraucht. Zuckerberg ist sowohl Konzernchef (CEO) des weltweit größten sozialen Netzwerkes als auch Vorsitzender des Verwaltungsrates.

Nach dem jüngsten Facebook-Datenskandal bleibt der Facebook-Chef bei seinem Standpunkt: Zuckerberg im Verwaltungsratvorsitz des Konzerns ist und bleibt eine unumstößliche Personalie. Trotz aller Kritik rund um diese Doppelbesetzung bleiben diese Positionen unverändert. In einem Interview mit dem Sender CNN gab der US-Unternehmer an, dass dies “nicht der Plan sei”. Darüber hinaus hat sich der Konzernchef klar hinter der Facebook-Geschäftsführerin Sheryl Sandberg positioniert. Nach eigenen Angaben hoffe er, dass er noch “Jahrzehnte” mit ihr zusammenarbeiten kann.

Abermals war die Führungsspitze des Konzerns in Kritik geraten, als die “New York Times” darüber berichtete, dass das Online-Netzwerk eine PR-Firma mit der gezielten Diffamierung von Kritikern diese Mundtot machen wollte. Die geschäftlichen Beziehungen zur PR-Firma Definers wurde daraufhin auf Bestreben Zuckerbergs umgehend aufgelöst. Mittlerweile hat der bald ausscheidende Politik-Chef Elliott Schrage die Verantwortung für diesen Vorfall übernommen. Nach wie vor kann sich Zuckerberg im Verwaltungsratvorsitz halte, da bislang immer eine verantwortliche Person ausfindig gemacht werden konnte.

Insgesamt bleibt für das Jahr 2018 festzuhalten, dass Facebook tiefe Krisen bewältigen musst. Der Datenskandal um Cambridge, welcher nach Schätzungen rund 30 Millionen Nutzer des sozialen Netzwerkes betraf, gilt als die bislang schlimmste Krise des US-amerikanischen Konzerns. Vor diesem Hintergrund haben sowohl Kritiker als auch Investoren gefordert, dass Zuckerberg den Verwaltungsratvorsitz abgibt. Da der Facebook-Gründer allerdings durch seine Aktien mehr Stimmrechte als die Investoren besitzt, kann eine derart wichtige Entscheidung ohne seine Einwilligung getroffen werden. Auch in Zukunft wird Zuckerberg im Verwaltungsratvorsitz also tätig sein.

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